potemkin
12-20-2006, 03:06 PM
Tiergestützte Therapie & Reittherapie am Beispiel von asiatischen Trampeltieren
Wesens- und Charaktereigenschaften der Kamele, sowie deren ideale Haltungsbedingungen:
Trampeltiere gehen lautlos. Statt auf klapprigen Hufen wie Pferde bewegen Sie sich majestätisch und lautlos. Es ist ein Trick der Natur der für diesen schallgedämpften Gang sorgt. Statt auf Horn laufen Kamele auf elastischem Bindegewebe. Auf Teer hört sich das an wie gemütliches Schlurfen in weichen Hausschuhen. Die Kamele, einmal mit einem Höcker (Dromedar), mal mit zweien (Trampeltier) ausgestattet, bieten aber noch weit mehr Vorteile. Sie sind nicht schreckhaft wie Pferde und was der allergrößte Vorteil ist, sie sind im Gegensatz zu Pferden keine Fluchttiere. Selbst Donner und Blitz bringen ein Kamel nicht so schnell aus der Ruhe und dem seelischen Gleichgewicht. Wenn Explosionen ertönen oder Feuer lodern rennen Pferde kopflos davon. Kamele heben in solchen Fällen höchstens mal kurz das Haupt und zotteln anschließend gemütlich in ihrem unverkennbaren Passgang weiter. Im Schritt läuft ein Pferd ebenso wie ein Kamel etwa mit sechs Kilometer pro Stunde. Im Galopp schaukelt ein Kamel mit gemächlichen 20 Stundenkilometern, das Pferd beschleunigt auf über 30. Kamele schwitzen dabei deutlich weniger als Pferde und als großer Vorteil sie stinken dabei nicht. Dazu haben sie nebst Schritt und Galopp noch weit mehr drauf. Sie sind perfekte 5-Gänger und beherrschen auch noch Trab und Tölt und eben ihren unverkennbaren Passgang. Dies wissen unsere Klienten besonders zu schätzen. Oft sind es Menschen welche niemals oder nie wieder in die Nähe von Pferden wollen. Einigen macht das Hektische der Pferde, anderen wiederum ihr unberechenbarer Fluchtdrang Angst, oder aber es ist die panische Angst einen Huftritt ab zu bekommen. Es sitzt sich zudem beim Trampeltier in seinem dichten Fell eingebettet zwischen zwei Höckern auch ganz anders als auf einem Pferd. Von Patienten welche bereits im Sinai auf Dromedaren Delfin- und Reittherapie besuchten wurde uns berichtet, dass es nicht wenige seien die vom Sitzen auf einer Höhe von deutlich über 2.50 Metern auf einem wackligen Gestell, Angstattacken erlebten. Auch ist der Schwerpunkt beim Sitzen auf dem Dromedar oder dem Trampeltier ein völlig anderer. Dazu kommt, dass das Dromedar durch seine riesige Gestalt vom Boden bis zur Höckerspitze mit deutlich mehr als 2,50 Metern und seinen langen Beinen sehr gewöhnungsbedürftig ist und im Handling wesentlich mehr Vorsicht angebracht ist. Dromedare sind ganz allgemein gesagt dem Menschen nicht sehr freundlich zugetan. Diese Unterschiede sind es dann und im weiteren die stets latent vorhandene Agressivität gegenüber dem Menschen welche für uns das Dromedar zu Therapiezwecken als nicht geeignet erscheinen lassen. Dagegen sind Trampeltiere geradezu anhänglich verschmust und enorm neugierig. Die Leisetreter sind weitaus schlauer als Pferde: Sie lernen sehr schnell, müpfen aber eher auf und fordern die Intelligenz des Menschen stärker als ein Pferd. Es genügen ihnen ein zwei Mal und schon wissen sie worum es geht. Wenn sie dann keine Lust haben zum Beispiel, dann kann es schon mal vorkommen, dass ein Kamel einfach stehen bleibt und vergleichbar dem Esel bockt und nicht mehr gehorcht. An Tagen an denen sie schlechte Laune haben kann es vorkommen dass sie sich komplett verweigern und es darauf ankommen lassen zu provozieren oder auszuweichen. Für diesen Fall sind starke Nerven gefragt um das Kamel zu überlisten. Ihre Intelligenz ist ihnen in diesem Fall nicht förderlich. Das macht die Arbeit mit ihnen deutlich schwieriger als mit Pferden. Noch mehr als bei Pferden sind Gefühl und Konsequenz gefragt. Ohne Lob läuft bei ihnen schon mal grad gar nichts; macht der Trainer Fehler, nimmt das Kamel schon mal ein paar Tage keinen Kontakt mehr auf. Selbst Karotten und- oder Leckerli locken in so einem Fall nicht aus der Reserve. Ein guter Pferdeausbilder ist noch lange kein guter Kamelausbilder. Kamele registrieren sofort jede Schwäche ihres Gegenübers. Wer beispielsweise beim Verladen Hektik macht, bekommt die Quittung sofort präsentiert.:
Herrscht nicht die nötige Ruhe, legen sich Kamele einfach hin, würgen und spuken bedrohlich wie ihre südamerikanischen Vetter, die Lamas. Auch wenn ein Kamel in Panik gerät legt es sich hin. Kamele sollte man auch in einer solchen Ausnahmesituation niemals schlagen oder etwa mit Stromstössen traktieren. Besonders Hengste und im speziellen männliche Tiere in der Brunftphase im Winter sind schwierig. Für Menschen wird es immer dann gefährlich, wenn sich das Kamel angegriffen fühlt. Nicht umsonst lautet ein arabisches Sprichwort: „Wenn Du ein Kamel schlägst, verkauf es auf dem nächsten Markt. Du wirst deines Lebens nicht mehr froh.“ Ein Kamel, so die einhellige Meinung aller Kameltrainer, kann ein Leben lang auf seine Chance lauern und warten, den Übeltäter Mensch zu erwischen. Pferde sind deutlich weniger nachtragend, stecken Hiebe weg und sind immer wieder zur Leistung bereit, obwohl sie schlecht behandelt wurden. Fakt ist: Solange Kamele mitspielen, ist alles gut. Schließlich, und da sind sich ausnahmsweise einmal alle einig, kann man diese Tiere zu nichts zwingen, wozu sie keine Lust haben und was ihnen unangenehm ist. Kamele sind äußerst einfühlsam und das im ganz besonderen gegenüber Behinderten Mitmenschen und da sind sie den Pferden um einiges Überlegen. Ein Nachteil und das gehört auch gesagt, sind ihre glatten Pfoten. Auf schlammigen Böden oder auf Eis können sie kaum halt finden und daher bei solchen Wettersituationen zu Therapiezwecken ungeeignet. Und ein weiterer Punkt ist das Voltigieren an der Longe. Das machen Kamele nicht mit. Man geht mit ihnen auch besser ins Gelände als in die Halle. Kamele mögen Abwechslung. Durch stupides repetieren von Übungen lässt sich ein Kamel leicht verheizen. Ebenso muss bedacht werden, dass die Obergrenze eines täglichen Einsatzes eines Trampeltieres bei nicht mehr als 3 Stunden am Tag angesetzt werden sollte. Achtung zur gewerbsmäßigen Nutzung als Reittiere unterstehen sie als Tierhalter gemäss geltender Vorschriften der Bewilligungspflicht. Zuständig sind die Amtsveterinäre der jeweiligen Landratsämter. Nicht zu vergessen ist der Abschluss einer sehr kostspieligen Tierhalterhaftpflichtversicherung. Kamele können im Gegensatz zu Pferden keine Koliken kriegen. Als Wiederkäuer verdauen sie Grünzeug zu jeder Jahreszeit ebenso effektiv wie beinahe jedes andere Futter aber Hufrehe ist bei ihnen kein Thema. Pflanzen die für Pferde giftig sind, fressen Kamele schadlos, ebenso dornige Büsche, harte Sträucher, Sägemehl, Holz oder Pappe. Wenn sie aber mal krank werden, dann wird es hingegen richtig teuer. Sie sind deutlich genügsamer als Pferde und fressen nur etwa ein Drittel an Heu und Stroh. Ihr natürliches Habitat sind die kalten Steppen und Wüsten Innerasiens. Dort leben sie in äußerst kargen Gegenden auf großen Höhen. Unsere Kamele stammen aus dem sibirischen Altaigebirge wo sie schon mal auf Höhen von 2500 Meter über Meer leben. Im Winter kann es schon vorkommen, dass sie bei Minus 50 Grad Eis essen und ebenso unerbittlich fordert sie die Hitze des Sommers. In der Gobiwüste sind Temperaturen von über 50 Grad und unerbittliche Sandstürme keine Seltenheit. Kamele sind äußerst anpassungsfähig und sind zäh. Der Wüstensand auf dem sie laufen kann bis zu 80 Grad heiß werden. Wer sich mit dem Gedanken befasst sich Kamele anzuschaffen sollte folgenden Punkten Beachtung schenken. Kamele sind extensiv weidende Tiere. Sie benötigen ein großes Habitat welches Spielmöglichkeiten und auch schattige Plätze umfasst. Im Sommer kriegen Sie wegen dem Fellwechsel im Juni/Juli schon mal einen Sonnenbrand und europäische Insekten setzen ihnen dann besonders arg zu und stellen Ihnen bis in den Stall nach. Am effektivsten schützt man seine Tiere durch Rückzugsmöglichkeiten und Ställe mit Kunststoff-Streifenvorhängen an den Eingängen. Eine Sandwüste lieben sie besonders und ebenso sollte dauernd fließendes sauberes Wasser wie auch jederzeit zugängliche Salzlecksteine zur Verfügung stehen. Ebenso sollte man beachten, dass das Erstellen von Stallungen auf Landwirtschaftlichem Gelände nur anerkannten Landwirten zugestanden wird. Es kommen daher in jedem Falle nur sehr kostspielige Umbauten in bestehenden Gebäuden in Frage. Literatur über Kamele ist beinahe nicht vorhanden. Kamele hält man am besten in Gruppen. Da es Herdentiere sind sollten sie nicht einzeln gehalten werden! Kamele sollten nur in Offenställen gehalten werden. Es darf nicht vergessen werden, dass man ihnen zur Beschäftigung tagsüber große Mengen an Ästen zum abnagen zur Verfügung stellen sollte. Oft werden wir gefragt wie es sich mit Patenten verhält welche beispielsweise auf Katzen- Hunde- oder Pferdehaare allergisch sind. Hierzu können wir nur bestätigen, dass uns bisher keine Fälle von bestehender Empfindlichkeit auf Kamelhaare bekannt sind oder begegnet wären.
Wesens- und Charaktereigenschaften der Kamele, sowie deren ideale Haltungsbedingungen:
Trampeltiere gehen lautlos. Statt auf klapprigen Hufen wie Pferde bewegen Sie sich majestätisch und lautlos. Es ist ein Trick der Natur der für diesen schallgedämpften Gang sorgt. Statt auf Horn laufen Kamele auf elastischem Bindegewebe. Auf Teer hört sich das an wie gemütliches Schlurfen in weichen Hausschuhen. Die Kamele, einmal mit einem Höcker (Dromedar), mal mit zweien (Trampeltier) ausgestattet, bieten aber noch weit mehr Vorteile. Sie sind nicht schreckhaft wie Pferde und was der allergrößte Vorteil ist, sie sind im Gegensatz zu Pferden keine Fluchttiere. Selbst Donner und Blitz bringen ein Kamel nicht so schnell aus der Ruhe und dem seelischen Gleichgewicht. Wenn Explosionen ertönen oder Feuer lodern rennen Pferde kopflos davon. Kamele heben in solchen Fällen höchstens mal kurz das Haupt und zotteln anschließend gemütlich in ihrem unverkennbaren Passgang weiter. Im Schritt läuft ein Pferd ebenso wie ein Kamel etwa mit sechs Kilometer pro Stunde. Im Galopp schaukelt ein Kamel mit gemächlichen 20 Stundenkilometern, das Pferd beschleunigt auf über 30. Kamele schwitzen dabei deutlich weniger als Pferde und als großer Vorteil sie stinken dabei nicht. Dazu haben sie nebst Schritt und Galopp noch weit mehr drauf. Sie sind perfekte 5-Gänger und beherrschen auch noch Trab und Tölt und eben ihren unverkennbaren Passgang. Dies wissen unsere Klienten besonders zu schätzen. Oft sind es Menschen welche niemals oder nie wieder in die Nähe von Pferden wollen. Einigen macht das Hektische der Pferde, anderen wiederum ihr unberechenbarer Fluchtdrang Angst, oder aber es ist die panische Angst einen Huftritt ab zu bekommen. Es sitzt sich zudem beim Trampeltier in seinem dichten Fell eingebettet zwischen zwei Höckern auch ganz anders als auf einem Pferd. Von Patienten welche bereits im Sinai auf Dromedaren Delfin- und Reittherapie besuchten wurde uns berichtet, dass es nicht wenige seien die vom Sitzen auf einer Höhe von deutlich über 2.50 Metern auf einem wackligen Gestell, Angstattacken erlebten. Auch ist der Schwerpunkt beim Sitzen auf dem Dromedar oder dem Trampeltier ein völlig anderer. Dazu kommt, dass das Dromedar durch seine riesige Gestalt vom Boden bis zur Höckerspitze mit deutlich mehr als 2,50 Metern und seinen langen Beinen sehr gewöhnungsbedürftig ist und im Handling wesentlich mehr Vorsicht angebracht ist. Dromedare sind ganz allgemein gesagt dem Menschen nicht sehr freundlich zugetan. Diese Unterschiede sind es dann und im weiteren die stets latent vorhandene Agressivität gegenüber dem Menschen welche für uns das Dromedar zu Therapiezwecken als nicht geeignet erscheinen lassen. Dagegen sind Trampeltiere geradezu anhänglich verschmust und enorm neugierig. Die Leisetreter sind weitaus schlauer als Pferde: Sie lernen sehr schnell, müpfen aber eher auf und fordern die Intelligenz des Menschen stärker als ein Pferd. Es genügen ihnen ein zwei Mal und schon wissen sie worum es geht. Wenn sie dann keine Lust haben zum Beispiel, dann kann es schon mal vorkommen, dass ein Kamel einfach stehen bleibt und vergleichbar dem Esel bockt und nicht mehr gehorcht. An Tagen an denen sie schlechte Laune haben kann es vorkommen dass sie sich komplett verweigern und es darauf ankommen lassen zu provozieren oder auszuweichen. Für diesen Fall sind starke Nerven gefragt um das Kamel zu überlisten. Ihre Intelligenz ist ihnen in diesem Fall nicht förderlich. Das macht die Arbeit mit ihnen deutlich schwieriger als mit Pferden. Noch mehr als bei Pferden sind Gefühl und Konsequenz gefragt. Ohne Lob läuft bei ihnen schon mal grad gar nichts; macht der Trainer Fehler, nimmt das Kamel schon mal ein paar Tage keinen Kontakt mehr auf. Selbst Karotten und- oder Leckerli locken in so einem Fall nicht aus der Reserve. Ein guter Pferdeausbilder ist noch lange kein guter Kamelausbilder. Kamele registrieren sofort jede Schwäche ihres Gegenübers. Wer beispielsweise beim Verladen Hektik macht, bekommt die Quittung sofort präsentiert.:
Herrscht nicht die nötige Ruhe, legen sich Kamele einfach hin, würgen und spuken bedrohlich wie ihre südamerikanischen Vetter, die Lamas. Auch wenn ein Kamel in Panik gerät legt es sich hin. Kamele sollte man auch in einer solchen Ausnahmesituation niemals schlagen oder etwa mit Stromstössen traktieren. Besonders Hengste und im speziellen männliche Tiere in der Brunftphase im Winter sind schwierig. Für Menschen wird es immer dann gefährlich, wenn sich das Kamel angegriffen fühlt. Nicht umsonst lautet ein arabisches Sprichwort: „Wenn Du ein Kamel schlägst, verkauf es auf dem nächsten Markt. Du wirst deines Lebens nicht mehr froh.“ Ein Kamel, so die einhellige Meinung aller Kameltrainer, kann ein Leben lang auf seine Chance lauern und warten, den Übeltäter Mensch zu erwischen. Pferde sind deutlich weniger nachtragend, stecken Hiebe weg und sind immer wieder zur Leistung bereit, obwohl sie schlecht behandelt wurden. Fakt ist: Solange Kamele mitspielen, ist alles gut. Schließlich, und da sind sich ausnahmsweise einmal alle einig, kann man diese Tiere zu nichts zwingen, wozu sie keine Lust haben und was ihnen unangenehm ist. Kamele sind äußerst einfühlsam und das im ganz besonderen gegenüber Behinderten Mitmenschen und da sind sie den Pferden um einiges Überlegen. Ein Nachteil und das gehört auch gesagt, sind ihre glatten Pfoten. Auf schlammigen Böden oder auf Eis können sie kaum halt finden und daher bei solchen Wettersituationen zu Therapiezwecken ungeeignet. Und ein weiterer Punkt ist das Voltigieren an der Longe. Das machen Kamele nicht mit. Man geht mit ihnen auch besser ins Gelände als in die Halle. Kamele mögen Abwechslung. Durch stupides repetieren von Übungen lässt sich ein Kamel leicht verheizen. Ebenso muss bedacht werden, dass die Obergrenze eines täglichen Einsatzes eines Trampeltieres bei nicht mehr als 3 Stunden am Tag angesetzt werden sollte. Achtung zur gewerbsmäßigen Nutzung als Reittiere unterstehen sie als Tierhalter gemäss geltender Vorschriften der Bewilligungspflicht. Zuständig sind die Amtsveterinäre der jeweiligen Landratsämter. Nicht zu vergessen ist der Abschluss einer sehr kostspieligen Tierhalterhaftpflichtversicherung. Kamele können im Gegensatz zu Pferden keine Koliken kriegen. Als Wiederkäuer verdauen sie Grünzeug zu jeder Jahreszeit ebenso effektiv wie beinahe jedes andere Futter aber Hufrehe ist bei ihnen kein Thema. Pflanzen die für Pferde giftig sind, fressen Kamele schadlos, ebenso dornige Büsche, harte Sträucher, Sägemehl, Holz oder Pappe. Wenn sie aber mal krank werden, dann wird es hingegen richtig teuer. Sie sind deutlich genügsamer als Pferde und fressen nur etwa ein Drittel an Heu und Stroh. Ihr natürliches Habitat sind die kalten Steppen und Wüsten Innerasiens. Dort leben sie in äußerst kargen Gegenden auf großen Höhen. Unsere Kamele stammen aus dem sibirischen Altaigebirge wo sie schon mal auf Höhen von 2500 Meter über Meer leben. Im Winter kann es schon vorkommen, dass sie bei Minus 50 Grad Eis essen und ebenso unerbittlich fordert sie die Hitze des Sommers. In der Gobiwüste sind Temperaturen von über 50 Grad und unerbittliche Sandstürme keine Seltenheit. Kamele sind äußerst anpassungsfähig und sind zäh. Der Wüstensand auf dem sie laufen kann bis zu 80 Grad heiß werden. Wer sich mit dem Gedanken befasst sich Kamele anzuschaffen sollte folgenden Punkten Beachtung schenken. Kamele sind extensiv weidende Tiere. Sie benötigen ein großes Habitat welches Spielmöglichkeiten und auch schattige Plätze umfasst. Im Sommer kriegen Sie wegen dem Fellwechsel im Juni/Juli schon mal einen Sonnenbrand und europäische Insekten setzen ihnen dann besonders arg zu und stellen Ihnen bis in den Stall nach. Am effektivsten schützt man seine Tiere durch Rückzugsmöglichkeiten und Ställe mit Kunststoff-Streifenvorhängen an den Eingängen. Eine Sandwüste lieben sie besonders und ebenso sollte dauernd fließendes sauberes Wasser wie auch jederzeit zugängliche Salzlecksteine zur Verfügung stehen. Ebenso sollte man beachten, dass das Erstellen von Stallungen auf Landwirtschaftlichem Gelände nur anerkannten Landwirten zugestanden wird. Es kommen daher in jedem Falle nur sehr kostspielige Umbauten in bestehenden Gebäuden in Frage. Literatur über Kamele ist beinahe nicht vorhanden. Kamele hält man am besten in Gruppen. Da es Herdentiere sind sollten sie nicht einzeln gehalten werden! Kamele sollten nur in Offenställen gehalten werden. Es darf nicht vergessen werden, dass man ihnen zur Beschäftigung tagsüber große Mengen an Ästen zum abnagen zur Verfügung stellen sollte. Oft werden wir gefragt wie es sich mit Patenten verhält welche beispielsweise auf Katzen- Hunde- oder Pferdehaare allergisch sind. Hierzu können wir nur bestätigen, dass uns bisher keine Fälle von bestehender Empfindlichkeit auf Kamelhaare bekannt sind oder begegnet wären.